Holzboote in Porto
Boote in Porto

Flusskreuzfahrt Douro

Erleben Sie Portugal auf einer wunderschönen Flusskreuzfahrt auf dem Douro

Mit knapp 900 Kilometern Länge zwischen der Quelle im Gebirgszug Picos de Urbión in der spanischen Provinz Soria (Kastilien-León) und der Mündung in den Atlantik bei Porto und Vila Nova de Gaia (Region Norte) ist der Douro zwar das drittlängste Fließgewässer auf der Iberischen Halbinsel. Durchgängig befahr- bzw. schiffbar ist der Duero jedoch fast nur auf der gut 210 Kilometer langen Strecke zwischen der Mündung über die Distrikte Porto, Vila Real und Bragança bis zur portugiesisch-spanischen Grenze im gut 100.000 Hektar großen Naturpark Arribes del Duero bei Vega Terrón. Aufgrund der relativ geringen Abmessungen des Flusses sowie der räumlich ebenfalls begrenzten fünf Schleusen des Douro in Portugal können auf diesem Abschnitt jedoch nur Schiffe mit maximal 11,40 Meter Breite und 83 Meter Länge sowie 3,80 Meter Tiefgang verkehren. Diese Maße entsprechen ungefähr denjenigen der meisten heutzutage üblichen Flusskreuzfahrtschiffe, sodass diese für eine unvergessliche Douro Flusskreuzfahrt bestens geeignet sind.

Informationen

Längere Flussfahrten auf dem Douro werden immer beliebter

In der Regel bieten die auf dem Douro verkehrenden, zurzeit ca. 25 Flusskreuzfahrtschiffe jeweils zwischen 100 bis 120 Passagieren Platz. Die hohe touristische Popularität der fast nur ab Porto startenden Fahrten belegen die pro Jahr über 85.000 Urlauber, welche sich für das schön entspannte, gemächliche und ruhige sowie aufgrund mangelnder nächtlicher Beleuchtung nur tagsüber mögliche mehrtägige Reisen auf dem in dieser Form erst seit dem Jahr 1990 schiffbaren Douro entscheiden. Immer beliebter bei einheimischen wie ausländischen Besuchern wird in letzter Zeit auch die ein- bis zweiwöchige Flusskreuzfahrt Portugal auf dem Douro.

Von den grünen Steilhängen am Fluss stammen einige der besten Weine Portugals

Bezeichnender- und interessanterweise sind die Kreuzfahrten auf dem Douro nicht nur bei Urlaubern, sondern laut Aussagen aus Branchenkreisen auch unter zahlreichen Kapitänen wegen der malerischen Landschaften beiderseits des Flusses äußerst populär. Genau wie die Gäste genießen die Schiffslenker und ihre Mitarbeiter das bezaubernde Panorama auf die üppig grünen, vielerorts mit dichten Wäldern und weitläufigen Wiesen bewachsenen sowie fruchtbaren Feldern und großflächigen Weinanbauflächen bedeckten Steilhänge am Douro. Internationale Bekanntheit und Beliebtheit hat hierbei vor allem die 26.400 Hektar große Weinbauregion „Alto Douro“ rund um die Städte Lamego, Peso da Régua und Vila Real und in den 13 portugiesischen 13 „Concelhos“ (Kreisen) Mesão Frio, Peso da Régua, Santa Marta de Penaguião und Vila Real, Alijó, Sabrosa, Carrazeda de Ansiães, Torre de Moncorvo und Lamego sowie Armamar, Tabuaço, São João da Pesqueira und Vila Nova de Foz Côa erlangt. Die weltweit erste und somit älteste Weinbauregion mit geschützter Herkunftsbezeichnung schon seit dem Jahr 1756 gehört aufgrund ihrer altehrwürdigen und traditionsreichen Kulturlandschaft seit 2001 auch zum UNESCO-Welterbe.

Für Weinfreunde ist eine schöne Flusskreuzfahrt auf dem Douro geradezu ideal

Weinberge am Douro

Besonders berühmt sind die im klimatisch fast ganzjährig schön milden Dourotal schon ab dem 11. Jahrhundert angebauten und nachweislich ab dem 14. Jahrhundert international und speziell nach Großbritannien exportierten Portweine. Die wichtigsten Anbaugebiete für die 30 zur Produktion vom staatlichen Instituto do Vinho do Porto zugelassenen Rebsorten befinden sich in der „Região Demarcada“ des DOC-Gebiets „Alto Douro“, das aktuell an die 46.000 Hektar bestockte Rebfläche aufweist. Für roten Portwein werden vorrangig die Sorten Touriga Nacional, Barroca und Francesca sowie Tinta Roriz, Amarela und Cão wie auch Cornifesto Tinto und Donzellinho do Castello verwendet. Der weiße Portwein wird hauptsächlich aus den Rebsorten Codega, Malvasia Fina und Rabigato hergestellt. Gut die Hälfte aller regional produzierten Portweine stammen aus dem Gebiet „Baixo Corgo“ rund um die auch von nahezu jeder Flusskreuzfahrt Douro angesteuerten Stadt Peso da Régua im westlichen Dourotal ca. 100 Kilometer östlich von Porto. Bei Aufenthalten und Landgängen vor Ort besuchen Kreuzfahrtpassagiere gerne das Weinbaumuseum „Museu do Douro“ in der Rua do Marquês de Pombal oder nehmen an geführten Ausflügen auf der Portwein-Route „Rota do Vinho do Porto“ samt Besuch von alten Weingütern („Quintas“) oder Fahrten mit dem historischen Dampfzug „Comboio Histórico“ von Regua nach Tua und zurück teil.

Porto als „heimliche Hauptstadt“ des Landes hält viele Sehenswürdigkeiten parat

Wie sich aber natürlich angesichts des eindeutigen Namens unschwer erkennen lässt, ist die eigentliche Hauptstadt des Portweins die mit aktuell annähernd 290.000 Einwohnern zweitgrößte portugiesische Stadt Porto. Der Fluss Douro war schon vor Jahrhunderten die wichtigste Verbindung mit dem Binnenland und damit auch Transport- und Handelsweg für die Weine aus der Região Demarcada do Douro und den Subregionen Baixo Corgo sowie Cima Corgo und Douro Superior. Im traditionellen Zentrum der Portweinproduktion haben sämtliche namhafte Hersteller große Niederlassungen und Lagerhäuser. Manche befinden sich gar in exponierter Lage direkt am Douro und in der Nachbarschaft berühmter Bauten wie etwa der von 1881 bis 1886 errichteten Fachwerk-Bogenbrücke „Ponte Dom Luís I“ in der Altstadt zwischen den beiden pittoresken Stadtvierteln Ribeira und Cais de Gaia in der Nachbarstadt Vila Nova de Gaia. Die meisten der Kreuzfahrten auf dem Douro beginnen bzw. enden in Porto. Deren Gäste haben dort nach Ankunft oder vor Abreise einige Tage Aufenthalt, währenddessen sie gut lokale Attraktionen wie die Clérigos-Kirche von 1750 und die romanische Kathedrale Sé do Porto aus dem 12. Jahrhundert sowie die 1906 eröffnete und legendäre Buchhandlung „Livraria Lello“ besuchen und besichtigen können.

Die klimatisch günstige Gegend Nordportugals war schon vor Jahrtausenden bei Siedlern beliebt

Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten in und um Vila Nova de Gaia gegenüber von Porto am Südufer des Douro gehören ebenfalls oftmals zu den Programmpunkten einer Fahrt mit dem Schiff auf der Lebensader Nordportugals. In der gegen Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals urkundlich erwähnten Stadt wie auch im umliegenden und gleichnamigen Kreis haben viele bedeutende Portweinfirmen ihren Sitz, so etwa „Kopke“ in der Rua Serpa Pinto, „Calem“ in der Avenida Diogo Leite und „Ferreira“ in der Avenida de Ramos Pinto sowie „Taylor“ in der Rua do Choupelo und „Sandeman“ in Avintes. Die nächste Station bei einer Flusskreuzfahrt Douro ist häufig der Ort Entre-os-Rios in der Gemeinde Eja im Kreis Penafiel, wo der Tâmega in den Douro mündet. Bei Landgängen könne die Überreste von römischen Bädern und der kupferzeitlichen Siedlung „Monte da Tumba“ am Ortsausgang von Torrão im Kreis Alcácer do Sal besichtigt werden. Am nächsten Morgen geht die Fahrt auf dem Douro weiter in das weiter oben bereits beschriebene Peso da Régua, von wo aus der Wallfahrtsort Lamego im Distrikt Viseu mit einer imposanten gotischen Kathedrale oft als Tagesausflug angeboten wird.

Am Mittellauf des Douro reihen sich hübsche Orte wie an einer Perlenkette auf

Vorbei an den Gemeinden Fontelo, Folgosa, Covelinhas, Adoriga und Valença do Douro sowie berühmten Weingütern wie Quinta do Crasto, Quinta do Tedo, Quinta do Seixo und Quinta de La Rosa führt die Reise auf dem Fluss weiter in die kleine Gemeinde Pinhão im Concelho von Alijó. Der beschauliche Ort an der Mündung des nach dem Dorf benannten Rio Pinhão in den Douro ist auch für seinen reichhaltig mit den blau-weißen Bildkacheln „Azulejos“ geschmückten Bahnhof an der Strecke „Linha do Douro“ und die Kirche „Igreja Paroquial do Pinhão“ von 1930 mit ihrer wertvollen Inneneinrichtung aus Edelhölzern ein Begriff. Durch die zentrale Lage im Weinbaugebiet „Alto Douro“ verzeichnet Pinhão an die 400.000 Besucher pro Jahr. Viele von diesen machen auch Abstecher zum imposanten Aussichtspunkt „Miradouro de Casal de Loivos“ weiter nördlich oder zu den zahlreichen historischen Brunnenanlagen und Herrenhäusern in der Stadt Alijó und deren Umgebung. Von hier aus führt eine Flusskreuzfahrt Portugal auf dem Douro in der Regel bis in den Grenzort Barca d’Alva in der Gemeinde Escalhão im Kreis Figueira de Castelo Rodrigo im Norden des Distrikts Guarda.

Die Fauna und Flora im „Wilden Osten“ Portugals ist definitiv eine Reise wert

Der Ort bildet zusammen mit den Nachbargemeinden Freixo de Espada à Cinta, Miranda do Douro, Mogadouro und Figueira de Castelo Rodrigo den über 85.000 Hektar großen „Parque Natural do Douro Internacional“ entlang der portugiesisch-spanischen Grenze. Das an vielen Stellen noch nahezu unberührte Naturparadies bietet viele landschaftlich reizvolle Ausflugsziele wie den Wasserfall „Falla de Agua Alta“ bei Bemposta oder den Badestrand „Playa de la Congida“ bei Freixo de Espada à Cinta im Distrikt Bragança und den 180 Hektar großen Stausee „Presa de Castro“ beim Dorf Castro de Alcañices in der spanischen Provinz Zamora (Kastilien und León). Fantastische Fernsicht auf den Douro und die umliegenden Berge bieten die Aussichtspunkte u. a. bei Aldeia Nova, Almofala, Escalhão, Fornos, Lagoaça, Mazouco sowie Picote und Poiares. Mit ein wenig Glück sieht man bei Spaziergängen und Wanderungen durch den Naturpark auch die hier bis heute in großer Anzahl in freier Wildbahn lebenden Gänse- und Schmutzgeier, Haubentaucher, Blaumerlen, Wildschweine, Biber und Stülpnasenottern. In Miranda do Douro sind die Ruinen des einstigen Bischofssitzes „Paço Episcopal“, die Kirche „Igreja da Misericórdia“ aus dem 16. Jahrhundert und die historischen Exponate im Heimatmuseum „Museu da Terra de Miranda“ beliebte Fotomotive. Mogadouro hält die „Casa das Artes o Ofícios“ mit Ateliers und Ausstellungsräumen parat, in denen auch typisch regionales Kunsthandwerk zum Kauf angeboten wird.

Tolle Landausflüge und Tagestouren in die mittelalterliche Vergangenheit

Der Ortskern von Figueira de Castelo Rodrigo steht unter Denkmalschutz, von hier aus führen ausgeschilderte Wanderwege zu den zwölf mittelalterlichen und sehr sehenswerten Dörfern („Aldeias Históricas de Portugal“) in der Umgebung. Bekannte Attraktionen sind zum Beispiel die Festung aus dem 11. Jahrhundert in Almeida, die Burganlage aus dem 13. Jahrhundert in Castelo Mendo, die vielen denkmalgeschützten Bauwerke in Linhares (Celorico da Beira) und der römische Staudamm in Marialva (Mêda). Typisch für Monsanto (Idanha-a-Nova) sind die großen Granitfelsen, die in die Wohnhäuser integriert wurden. Rund um Idanha-a-Velha finden im Frühling und Sommer diverse Mittelaltermärkte statt. Im „Museu da Casa de Freguesia“ in Escalhão wird bei regelmäßigen Vorführungen die Herstellung von Olivenöl demonstriert. In der Nähe von Belmonte kann die Ruine der ca. 2.000 Jahre alten römischen „Villa Centum Cellas“ bewundert werden. An der über 8 km² großen Talsperre von Pocinho im Kreis Vila Nova de Foz Côa versuchen oft Angler ihr Glück, auch Wassersport ist hier bestens möglich. Ganz in der Nähe liegt der für Urlauber mit Interesse an prähistorische Kunst empfehlenswerte „Parque Arqueológico do Vale do Côa“. Die letzte Station einer Flusskreuzfahrt Portugal entlang des Douro ist zumeist der Hafen „Muelle de Vega Terrón“ der Gemeinde La Fregeneda in der spanischen Provinz Salamanca an der Mündung des Río Águeda in den Duero. Von dort erfolgt die Rückfahrt nach Porto oder alternativ dazu die Weiterreise auf dem Landweg in die renommierte Universitätsstadt Salamanca in Spanien. Die Stadt Salamanca ist 1988 zum Unesco Weltkulturerbe ernannt worden.